1. Die eigene Zielgruppe kennenlernen.

Im Prinzip ist das der Kern allen Tuns im Internet. Noch bevor Sie eine Internetseite erstellen lassen (oder selber erstellen), sollten Sie sich Gedanken darüber machen, was Sie mit der Internetseite erreichen möchten und vor allem wen Sie damit ansprechen möchten. Das ganze Konzept sollte darauf ausgerichtet sein. Entsprechend sollte der Seitenaufbau, der Inhalt sowie die Suchmaschinenoptimierung und das Online-Marketing geplant werden.

Der Hintergrund ist der, dass Suchmaschinen versuchen zu erkennen, für welche Zielgruppen Sie schreiben und ob das, was Sie schreiben, für eben diese Zielgruppe relevant ist.

Versetzen Sie sich also möglichst gut in Ihre Zielgruppe hinein. Hier ein paar Anregungen dazu:

– Welche Wünsche hat Ihre Zielgruppe? – Welche Rolle spielen Sie dabei?
– Mit welchen Probleme kämpft Ihre Zielgruppe? – Wie können Sie helfen?
– Wo hält sich Ihre Zielgruppe auf? – Wie finde ich sie und sie mich?
– Welche Sprache passt zu Ihrer Zielgruppe? – Passen Sie sich an, aber bleiben Sie dabei authentisch!

Das ist natürlich nur ein kleiner Schwenk durch die Analyse und Konzeptionsphase. Wichtig ist jedoch, dass Sie rechtzeitig damit beginnen. Denn zum einen ist es im Nachhinein natürlich deutlich schwieriger, eine bestehende Seite auf die Bedürfnisse der Zielgruppe anzupassen und zum anderen werden Ihnen folgende Punkte viel leichter fallen, wenn Sie den ersten Punkt sauber erledigt haben.

2. Relevanter Inhalt ist das A und O.

Nachdem die Seite konzeptionell gut geplant ist, scheint dieser Punkt nun die logische Schlussfolgerung zu sein. Mit dem Wissen, dass Google die Relevanz der Inhalte bewertet, ist es natürlich ein großes Anliegen, diese ensprechend aufzubauen. Eigentlich sollte man es sogar andersherum angehen: die Suchmaschinen sollten gedanklich erst an zweiter Stelle stehen: denn, ist der Inhalt für meine Zielgruppe interessant und relvant, dann wird auch Google das entsprechend bewerten. Und Ihre User werden sich über solche Inhalte freuen, die entweder ihre Wünsche ein stückweit befriedigen konnten oder ein Problem (zumindest ein kleines bisschen) gelöst haben. Und zufriedene User werden wiederkehren.

Über den Inhalt demonstrieren Sie Ihren Kunden, dass Sie Experte auf Ihrem Gebiet sind. Scheuen Sie sich nicht davor, Expertenwissen herauszugeben. Im Gegenteil, Sie bauen so ein Vertrauensverhältnis zu Ihren (potentiellen) Kunden auf. Und sollte dann der Bedarf an Ihrer Leistung da sein, wird der Interessent eher Sie wählen, als die Konkurrenz, da er Sie über Ihre Aktivität im Internet bereits ein stückweit „kennt“ und Ihrem Wissen vertraut.

Es ist natürlich leichter gesagt als getan, der eigenen Seite regelmäßig relevanten Inhalt hinzuzufügen. Hilfreich könnte hier eine Content-Planung sein: schreiben Sie zu festen Zeiten (einmal im Monat/Quartal) einen Kommunikationsplan mit Beitragsideen, die Ihre Zielgruppe interessieren könnte.

3. Erstellen Sie einen Blog.

Um die eigene Seite überhaupt immer wieder mit neuen Inhalten zu füllen, muss – in den meisten Fällen – dafür erst eine Plattform geschaffen werden. Dies ist üblicherweise der Firmenblog. Ob Sie den Bereich tatsächlich Blog nennen möchten oder lieber News, Aktuelles, Inspirationen – hier sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Sagen wir: kaum Grenzen. Eine kleine Einschränkung gibt es zu berücksichtigen: Generell ist bei Internetseiten zu bedenken, dass User sich wenig Zeit nehmen, den Aufbau einer Internetseite zu analysieren und zu verstehen. Eigentlich sogar gar keine. Eine Seite sollte unbedingt intuitiv aufgebaut werden und die Navigation verständlich sein. Das schränkt dann möglicherweise Ihre Kreativität in der Namensgebung des Blogs doch ein wenig ein. Jedoch ist das eine der Grundregeln für eine gut gestaltete Internetseite (s.a. meinen Beitrag dazu: „Erfolgskriterien für eine gute Website“).

4. Die Onpage-Suchmaschinen-Optimierung.

Die Onpage-Optimierung dient dazu, den Suchmaschinen das Finden und das Durchsuchen Ihrer Website zu erleichtern. Dafür benutzen Suchmaschinen sehr ausgefeilte Methoden und ändern regelmäßig Ihre Suchalgorithmen. Generell gilt: man sollte gedanklich beweglich – und informiert – bleiben und nicht stur über Jahre hinweg die gleiche Methode verfolgen.

Ein paar Dinge kann man allerdings schon einfach berücksichtigen und umsetzen – und fährt damit ganz gut:

– Navigation: Die Navigationsollte sollte einfach und selbsterlärend sein, wie oben schon beschrieben. Und alle Seiten sollten von der Hauptseite aus mit wenigen Klicks erreichbar sein (z.B. über das Menü/die Navigation).

– Möglichst kurze URLs: Die URLs sollten nicht zu lang werden. In manchen WordPress-Themes sieht das Layout der Seite vor, dass die URL auch gleichzeitig die Hauptüberschrift ist. Das ist nicht ideal. Besser ist, wenn Headline und URL nicht aneinander gekoppelt sind.

– Fokus-Keyword: Man sollte je Unterseite neue Fokus-Keywords setzen, damit die seiten unterneinander sich nicht den Rang ablaufen. Das Fokus-Keyword erscheint idealerweise im Seitentitel und in der URL. Vorsicht beim Umbenennen der URL: bitte dringend einen Redirect-Link von der alten zur neuen URL erstellen, damit der User später nicht versehentlich auf eine Fehler-Seite stößt. Hierzu befragen Sie am Besten Ihren Webdesigner.
Das Fokus-Keyword sollte im ersten Absatz, in einer Überschrift und in einer gewissen Häfuigkeit auch im Text erscheinen. Hier benötigt man ein bisschen Fingerspitzengefühl: ich empfehle dringend, in erster Linie für den Kunden/den User zu schreiben und erst in zweiter Linie für die Suchmaschinen. Das kann sonst hin und wieder merkwürdig klingen und es wird dem Kunden (bewusst oder unbewusst) unangenehm auffallen, dass das Hauptinteresse nicht ihm, sondern den Suchmaschinen gilt.

– Bilder: sind gut. Besser solche, die einen alt-tag mit dem Focus Keyword haben.

– Meta-Beschreibung: Eine gute Meta-Beschreibung ist wichtig. Sie sollte das Keyword enthalten und neugierig machen. Das ist die Beschreibung, die der Suchende bei Google liest.

5. Sinnvolle Keywords finden.

Auch hier gilt in der Regel wieder: Was gut für den User ist, ist auch gut für Google.

Ganz wichtig ist es, hier die Brille der Zielgruppe aufzusetzen. Wonach wird die Zielgruppe suchen?
Wenn Sie eine Produktneuheit auf den Markt bringen, werden Sie vermutlich aus der Entwicklerperspektive schauen und die ganzen Vorzüge aufzeigen und in keywords unterbringen wollen. Jedoch beachten Sie: Ein Nutzer kann nur danach suchen, was er kennt. Sollten Sie etwas Neues vermarkten wollen, ist es wichtig, entsprechend andere Wege des Online-Marketings hinzuziehen, um potentielle Kunden auf Ihre Seite zu bekommen.

Und: denken Sie um die Ecke! Welche Probleme löst Ihr Produkt? (s.a. Punkt 1) Welche Schlagwörter werden Kunden eingeben, die genau dieses Problem haben?

6. Link-Aufbau betreiben (intern und extern).

Suchmaschinen versuchen, Websites zu analysieren und zu verstehen. Aus diesem Grund sollte man sich bemühen, es den Suchmaschinen möglichst „leicht“ zu machen. Eingangs hatten wir schon über eine gute Struktur und eine intuitive Navigation gesprochen. Ein weiterer Punkt ist die interne Verlinkung. Sie geben der Seite einen Zusammenhalt und verweisen auf weitere interessante, dazugehörige Inhalte. Das hilft sowohl dem User, als auch den Suchmaschinen.

Darüberhinaus ist auch die Bedeutung externer Links hoch zu bewerten. Früher galt die Regel: je mehr externe Links auf die eigene Website verweisen, desto höher wird sie eingestuft. Das gilt so nicht mehr. Im Gegenteil kann Google auch schon mal Websiten mit Rankingabfall „abstrafen“, wenn versucht wird zu „mogeln“. Genau wie beim Inhalt, gilt auch hier der Leitsatz: Die Links müssen eine Relevanz für den User haben. Es bringt also nichts, wie wild Links zu sammeln, sondern besser ist es, einen qualitativen Linkaufbau zu betreiben.

7. Social Media „Tue Gutes und rede darüber“

Inzwischen haben Sie schon viel beachtet und richtig gemacht. Die Onpage-Suchmaschinen-Optimierung steht, es werden regelmäßig Beiträge geschrieben. Die Seite ist auf die Zielgruppe ausgerichtet.

Nun gibt es einen wichtigen Faktor, mit dem man die Suchmaschinen-Optimierung verbessern kann. Das hat natürlich auch mit Link-Aufbau zu tun, aber auch einfach damit, die eigene Seite aktiv bekannt zu machen und so traffic zu generieren, also die Besucherzahlen zu erhöhen. Hier bieten sich die Sozialen Netzwerke an. Über eine geschickte Strategie kann man die Followerzahl erhöhen und so den Besucherstrom auf der eigenen Website verbessern. In dem man in den sozialen Netzwerken Beiträge schreibt, die direkt auf die Website verweisen, nimmt man ebenso positiven Einfluss auf die Suchmaschinenoptimierung. Das Feld Social Media ist natürlich riesig und wird an der Stelle nur angerissen.

8. Bleiben Sie beständig.

Eine wichtige SEO-Regel ist, beständig zu sein, kontinuierlich neuen Inhalt zu liefern und an der Suchmaschinenoptimierung weiter zu arbeiten. Eine gute Möglichkeit ist es auch, bereits bestehende Beiträge, die gut bei den Usern angekommen sind, noch einmal zu überarbeiten und zu aktualisieren – oder auch zu einem späteren Zeitpunkt erneut in den sozialen Netwerken (mit Link auf die eigene Website) zu teilen. Natürlich sollten neue Inhalte überwiegen, aber diese Möglichkeit zu übersehen wäre doch schade.

9. Optimierung der Seite für mobile Inhalte.

Der Hauptgrund ist auf jeden Fall wieder die Perspektive Ihrer User. Internetseiten werden immer häufiger auch von mobilen Endgeräten, wie Handys oder Tablets aufgerufen. Inzwischen

Darüber hinaus wird Google zukünftig Websites, die nicht responsive sind, nicht mehr in den mobilen Suchergebnissen anzeigen. Das könnte einen großen Besucher-Verlust bedeuten.

10. SEO braucht Zeit

Leider ist es wirklich schwierig, eine Prognose zu stellen, wann die SEO-Bemühungen denn Früchte tragen. Suchmaschinen und gerade Google ändern die Bewertung von Webseiten in unterschiedlichen Zeiträumen. Teilweise können Wochen oder Monate vergehen, bis Änderungen berücksichtigt werden. Hier gilt es, Geduld und Vertrauen zu haben, beständig zu bleiben und keinsfalls hektisch zu werden – und vor allem: nicht permanent die Seite zu ändern.